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FRITZ & MACZIOL schneidert effiziente Prozess-Portallösung mit IBM WebSphere

07/05/2007 - Rudolf Wöhrl AG

170.000 m2 Handelsflächen, verteilt auf 38 Filialen – das 1933 gegründete Bekleidungsunternehmen Rudolf Wöhrl AG lässt modisch orientierte Damen- wie Herrenherzen höher schlagen. Mit aktueller Mode von namhaften Designern sowie eigenen Kollektionen hat sich der Textilfilialist zum regional führenden Modehaus mit Schwerpunkt in Bayern und den neuen Bundesländern entwickelt. Rund 2.900 Mitarbeiter erzielen einen Umsatz von 340 Mio. Euro.
 
Qualität und Service sind im Hause von jeher oberste Verpflichtung und Grundlage des anhaltenden Erfolges. Dies erfordert Tatkraft, Identifikation, Kreativität und Verlässlichkeit – Werte, die von jedem Mitarbeiter der Wöhrl-Familie täglich aufs Neue gelebt werden und zu einem hohen Maß an persönlicher Verantwortung führen.

Diese ausgeprägte Eigenverantwortung sowie eine straffe Organisation in allen Unternehmensbereichen sorgen für eine ausgezeichnete Effizienz der Geschäftsabläufe. Als durch ein stark gestiegenes Aufkommen von Lieferungen und damit Lieferscheinen und Rechnungen der manuelle Bearbeitungsaufwand der Belegprüfung an Kapazitätsgrenzen geriet , war die Entscheidung für ein Redesign der kompletten Supply Chain Prozesse schnell gefallen. Die sich daraus ergebenden strategischen Entschlüsse sahen die Einführung einer neuen vollautomatischen Warensortieranlage im Logistikzentrum Nürnberg vor, um so die Warenströme schneller an die Filialen zu verteilen. Die Belegflüsse von Lieferscheinen und Rechnungen werden über einen Workflow festgelegt, um die Prüfvorgänge stärker automatisieren zu können.

Eines der wesentlichen Ziele dabei war eine höhere Automatisierung der bisher zum größten Teil manuellen Prüfungsprozesse. So wollte man zum einen eine Qualitätsverbesserung erreichen, zum anderen aber auch durch die Verkürzung der Durchlaufzeiten die Ware schneller in den Häusern haben und somit die Prozesskosten senken.

Gleichzeitig sollte für die Organisation und die Partner des Unternehmens per Intranet und Extranet eine zentrale Informationsplattform geschaffen werden.

Ein weiterer Punkt war den Verantwortlichen ein wichtiges Anliegen: Das hoch qualifizierte interne IT-Team sollte seine durch Eigenentwicklung der Waren-Wirtschaft auf Cobol unter zSeries und durch Coaching in neuen Technologien wie Java, J2EE und Webservices erworbenen Kompetenzen weiter unbeschränkt einsetzen können.

Mit dieser Aufgabenstellung betraut, entwickelte das Software Team von FRITZ & MACZIOL Lösungsansätze, die das hohe Know-how der Ulmer im Bereich SOA (Service-orientierte Architektur) und gleichzeitig die Innovationskraft der IBM Middleware-Technologien, die alle Anforderungen abbilden konnten, widerspiegelten.

Das Konzept beinhaltet im ersten Schritt das Scannen von Lieferscheinen und im zweiten Schritt Scannen von Rechnungen unter Einsatz von OCR-Technologie mit Freiformerkennung aller Inhalte. Durch Webservices werden die erkannten Inhalte anschließend automatisch mit den in der Warenwirtschaft vorhandenen Aufträgen auf Lieferdatum, Konditionen etc. geprüft. Ist alles korrekt, erfolgt die automatisierte Buchung.
Im Falle von Abweichungen, bei denen der verantwortliche Mitarbeiter eine entsprechende Information über die Portaloberfläche erhält, wird durch die entsprechende Freigabe oder Systemeingaben der weitere Weg des automatischen Workflows bestimmt.

Darüber hinaus enthielten die Vorschläge des FuM-Teams die Integration des hostbasierenden Warenwirtschaftssystems sowie die Einführung der elektronischen Lieferantenakte. Dabei war vorgesehen, alle Abläufe künftig sukzessive vom internen IT-Fachbereich modellieren zu lassen.

Von der komplexen Lösung überzeugt, entschied sich die Rudolf Wöhrl AG für die Realisierung mit FRITZ & MACZIOL als Partner. Um die Anforderungen von der technologische Seite her zu erfüllen, installierte das FuM-Team eine Konfiguration aus Prosar-Aida Freiformerkennung und Captiva-Imaging für Scanning der Eingangsbelege, sowie aus dem IBM Websphere-Portfolio den Websphere Portal-Server, Websphere Host Access Transformation Service (HATS) für die Einbindung der Host-Warenwirtschaft, Websphere Commerce für internes Procurement und Websphere Process Server als SOA-Element und zentrale Prozess-Plattform für alle unternehmensweiten Workflows. Websphere Business Modeler, WebSphere Integration Developer, und Rational Application Developer werden als Entwicklungswerkzeuge eingesetzt. Für das Dokumenten Management und Archiv steht der IBM DB2 Content Manager zur Verfügung.

Seit Mai 2006 ist die Abwicklung der Lieferscheine im Echtbetrieb, hat das System die Abläufe in der kompletten Warenstrom-Logistik bereits positiv verändert. Die Teile, die mit IBM-Software gemanagt werden, sind im kreditorischen Workflow angesiedelt. Das heißt, die Eingangsbelege wie Lieferscheine werden über eine Freiformerkennung digitalisiert und die Inhalte mit Bestellungen im ERP-System abgeglichen. Differenzen lösen Workflows aus, die dann von den Verantwortlichen im Einkauf bearbeitet werden.

Schon jetzt zeichnen sich aber weitere Perspektiven ab. Im nächsten Schritt wird der Abgleich Lieferung und Rechnung automatisiert und die Lieferantenakte aufgebaut.

         

        Für nähere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Anette Hucker, oder +49 731 1551 634
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